METHODIK UND QUELLEN
Die unsichtbare Mauer, Studie von Investforwomen, 2025


AUF EINEN BLICK

Herausgeberin    Investforwomen GmbH, Kiel
Befragung        2.030 Frauen, 25 bis 60 Jahre, online
Medienanalyse    310 Finanzartikel aus 8 deutschen Medien, 788 Fachstimmen
Bildanalyse      240 Stockfotos zum Suchwort "Finanzen"
Zeitraum         August bis Oktober 2025
Umfang           98 Seiten (PDF)


1. BEFRAGUNG

2.030 Frauen zwischen 25 und 60 Jahren haben im September und Oktober 2025
online 28 Fragen beantwortet. Es ging um ihre Erfahrungen mit
Finanzberatung und darum, wie sie Frauen in Finanzmedien und Werbung
erleben. Die Fragen wurden über Typeform ausgespielt, die Teilnehmerinnen
über Clickworker rekrutiert. Die Auswertung erfolgte anonym.

Einzelne Fragen gingen nur an einen Teil der Frauen, zum Beispiel an die
83 %, die schon einmal in einer Finanzberatung waren.


2. MEDIENANALYSE

Investforwomen hat 310 Finanzartikel aus acht deutschen Medien aus August
und September 2025 ausgewertet: Tagesschau, ZDFheute, WirtschaftsWoche,
Der Spiegel, FAZ, Handelsblatt, T-Online und Focus Money. Gezählt wurde
jede Fachperson, die im Text namentlich zu Wort kommt, insgesamt 788
Fachstimmen. Erfasst wurde, ob sie im Text als Frau oder als Mann
auftritt.


3. BILDANALYSE

Ergänzend wurden 240 Stockfotos betrachtet: die jeweils ersten 60 Treffer
zum Suchwort "Finanzen" bei Adobe Stock, Shutterstock, Getty Images und
iStock, ohne KI-generierte Bilder. Gezählt wurde, womit Männer und Frauen
auf den Bildern gezeigt werden.


GRENZEN DER STUDIE

Erlebt, nicht gemessen. Die Befragung zeigt, wie Frauen ihre eigene Lage
und ihre Erfahrungen einschätzen. Ursache und Wirkung lassen sich daraus
nicht ableiten.

Stichproben, keine Vollerhebung. Pro Medium wurden 20 bis 50 Artikel
ausgewertet, ohne Leserbeiträge und Werbung. Bei den Stockfotos waren es
die ersten 60 Treffer je Anbieter.

Gerundete Werte. Alle Prozentwerte sind gerundet.


ZITIERBARE KERNERGEBNISSE

In der Beratung (Frauen mit Beratungserfahrung)

- Jede dritte Frau (33,6 %), die mit einem Mann zur Finanzberatung kam,
  erlebte: Die Beratung bezog eher ihn ein als sie.
- Mehr als vier von zehn hatten das Gefühl, dass man ihnen weniger
  zutraut, als sie wissen.
- Jede vierte (25,8 %) fühlte sich in der Beratung nicht auf Augenhöhe
  behandelt.

In Werbung und Medien

- 72,8 % der befragten Frauen fühlen sich von Finanzmedien und Werbung
  eher nicht oder überhaupt nicht angesprochen. Nur 5,6 % fühlen sich
  voll und ganz angesprochen.
- 20,3 % der Fachleute, die in den analysierten Finanzartikeln zu Wort
  kommen, sind Frauen. Die Spanne reicht von 37,5 % (Tagesschau) bis
  10,3 % (Focus Money).
- Auf Stockfotos zum Thema Finanzen zeigen 30 Bilder Männer im Anzug vor
  steigender Kurve, kein einziges eine Frau in diesem Motiv. Frauen werden
  dagegen häufiger allein zu Hause gezeigt (16 Bilder, Männer: 5).

Hürden und Wünsche

- Die größte Hürde beim Investieren ist zu wenig freies Geld (58 %).
  Danach folgen die Sorge vor Verlusten (48,3 %) und zu wenig
  Finanzwissen (34 %). 14,5 % haben das Gefühl, keine typische Anlegerin
  zu sein.
- Fast sechs von zehn Frauen (58 %) setzen persönliche Beratung auf
  Platz 1 ihrer Informationsquellen: 36 % die Hausbank, 22 % eine
  unabhängige Finanzberatung.
- 64 % glauben, dass mehr weibliche Vorbilder in Finanzmedien mehr Frauen
  ermutigen würden, sich selbst um ihre Geldanlage zu kümmern.


QUELLENANGABE

Bei Zitaten, Zahlen und Grafiken bitte so zitieren:
Quelle: Investforwomen, Studie "Die unsichtbare Mauer", 2025

Online: www.investforwomen.de/studie/die-unsichtbare-mauer/
Rückfragen zur Methodik: presse@investforwomen.de
