
Zinseszinsrechner
Sieh in wenigen Sekunden, was aus deinem Geld wird, wenn die Zinsen selbst wieder Zinsen bringen. Kostenlos und ohne Anmeldung.
Tipp: Du kannst jeden Wert auch direkt ins Feld eintippen, auch mit Komma und mit 0.
Dein Endkapital
201.650 €
73.000 €
128.650 €
Davon sind 64 % reiner Zinseszins, den du nicht selbst eingezahlt hast.
In heutiger Kaufkraft sind das 111.325 €.
Der Link enthält deine Eingaben. Wer ihn öffnet, sieht genau diese Rechnung.
So viel arbeitet der Zinseszins für dich
128.650 €
in 30 Jahren, wenn die Rendite so eintritt wie angenommen
So nutzt du den Zinseszinsrechner
Fünf Angaben, mehr braucht es nicht. Du musst nichts vorbereiten und nichts vorher wissen.
Anfangskapital
Was du heute schon hast und anlegst. Dieser Betrag läuft die ganze Laufzeit mit, deshalb wirkt der Zinseszins hier am stärksten. Du kannst auch 0 € eintragen und einfach monatlich sparen.
Sparrate pro Monat
Was du zusätzlich jeden Monat einzahlst. Jede einzelne Rate startet ihren eigenen Zinseszins, deshalb bringt eine frühe Rate deutlich mehr als eine späte. Für einen einmaligen Betrag stellst du die Rate auf 0 €.
Zinssatz p. a.
Der Zinssatz pro Jahr. Wir starten mit 6 %. Für Tagesgeld oder Festgeld stellst du weniger ein, dort steht der Zins im Vertrag. Bei Aktien-ETFs sind die 6 % dagegen eine Annahme und keine Zusage, der tatsächliche Wert schwankt von Jahr zu Jahr und kann auch negativ sein.
Laufzeit
Wie viele Jahre dein Geld arbeitet. Der stärkste Hebel im ganzen Rechner. Zehn Jahre mehr können dein Ergebnis fast verdoppeln, zehn Euro mehr im Monat fallen dagegen kaum auf.
Zinsgutschrift
Wie oft die Zinsen gutgeschrieben werden und ab dann selbst mitverzinst werden. Festgeld rechnet meist jährlich, Tagesgeld oft monatlich oder vierteljährlich. Je häufiger, desto höher das Ergebnis.
Die Zinseszinsformel
Falls du nachvollziehen willst, was der Rechner im Hintergrund macht. Für die Nutzung brauchst du das nicht.
Endkapital = Anfangskapital × (1 + Zinssatz ÷ 100)Jahre
Ein Beispiel: Du legst 10.000 € zu 6 % pro Jahr an und lässt sie 20 Jahre liegen. Die Rechnung lautet 10.000 × 1,0620, das Ergebnis sind rund 32.071 €. Von deinem Einsatz stammen 10.000 €, die restlichen 22.071 € hat der Zinseszins erwirtschaftet.
Zins und Zinseszins: wo der Unterschied liegt
Beim einfachen Zins wird jedes Jahr nur dein ursprünglicher Betrag verzinst. Die Erträge werden dir ausgezahlt und arbeiten nicht weiter. Beim Zinseszins bleiben sie liegen und verzinsen sich ab dem Folgejahr mit. In den ersten Jahren ist der Unterschied kaum zu sehen, danach läuft er auseinander. Die Tabelle zeigt beides für 10.000 € bei 6 % pro Jahr.
| Laufzeit | einfacher Zins | mit Zinseszins | Unterschied |
|---|---|---|---|
| 10 Jahre | 16.000 € | 17.908 € | 1.908 € |
| 20 Jahre | 22.000 € | 32.071 € | 10.071 € |
| 30 Jahre | 28.000 € | 57.435 € | 29.435 € |
| 40 Jahre | 34.000 € | 102.857 € | 68.857 € |
Nach zehn Jahren trennen die beiden Wege 1.908 €, nach vierzig Jahren sind es 68.857 €. Der Unterschied wächst also nicht gleichmäßig, sondern beschleunigt. Wer nur den einfachen Zins im Kopf hat, unterschätzt lange Laufzeiten dramatisch.
Die Formel mit monatlicher Einzahlung
Sobald du zusätzlich monatlich einzahlst, reicht eine einzelne Formel nicht mehr. Jede Rate arbeitet unterschiedlich lange, die erste Rate eines Jahres also zwölf Monate, die letzte nur einen. Deutsche Sparrechner lösen das über eine anteilige Verzinsung innerhalb des Jahres. Über zwölf Monatsraten ergibt das den Faktor 6,5, mit dem die Jahressumme der Raten verzinst wird. So rechnet auch dieser Rechner, damit sein Ergebnis zu den gängigen deutschen Sparrechnern passt.
Zinseszins in Excel berechnen
Für einen einmaligen Betrag genügt in Excel oder Google Sheets die Formel =A1*(1+A2)^A3 mit dem Anfangskapital in A1, dem Zinssatz als Dezimalzahl in A2 (also 0,06 für 6 %) und der Laufzeit in Jahren in A3. Mit regelmäßigen Einzahlungen nimmst du =ZW(Zins; Perioden; -Rate; -Startkapital). Achte darauf, dass Zinssatz und Perioden sich auf denselben Zeitraum beziehen.
Wie oft die Zinsen gutgeschrieben werden
Ein Zinssatz von 6 % pro Jahr sagt noch nicht, wann du das Geld bekommst. Schreibt deine Bank vierteljährlich gut, arbeiten die Zinsen des ersten Quartals schon ab April mit. Bei jährlicher Gutschrift passiert das erst im Januar. Deshalb kommen bei gleichem Zinssatz unterschiedliche Ergebnisse heraus, und deshalb kannst du die Zinsperiode im Rechner oben umstellen.
| Zinsgutschrift | aus 10.000 € | bei 200 € im Monat |
|---|---|---|
| jährlich | 32.071 € | 91.155 € |
| vierteljährlich | 32.907 € | 92.543 € |
| monatlich | 33.102 € | 92.870 € |
Zwischen jährlicher und monatlicher Gutschrift liegen bei 10.000 € über 20 Jahre rund 1.031 €. Das ist spürbar, aber es ist der kleinste der Hebel auf dieser Seite. Laufzeit und Zinssatz entscheiden deutlich mehr. Aktien-ETFs kennen diese Einstellung übrigens gar nicht, dort steckt die Wiederanlage laufend im Kurs.
Wann sich dein Geld verdoppelt
Für eine schnelle Schätzung im Kopf brauchst du keinen Rechner. Es genügt eine Division.
Die 72er-Regel sagt: Teile 72 durch deinen Zinssatz, und du hast ungefähr die Zahl der Jahre bis zur Verdopplung. Bei 6 % sind das 12 Jahre, bei 3 % sind es 24. Aus 10.000 € werden bei 6 % also in rund 12 Jahren etwa 20.000 €, in weiteren 12 Jahren rund 40.000 €. Daran siehst du, warum der Zinseszins gegen Ende am stärksten wirkt: Die letzte Verdopplung bringt so viel wie alle vorherigen zusammen.
| Zinssatz | 72er-Regel | exakt gerechnet |
|---|---|---|
| 2 % | 36,0 Jahre | 35,0 Jahre |
| 3 % | 24,0 Jahre | 23,4 Jahre |
| 4 % | 18,0 Jahre | 17,7 Jahre |
| 5 % | 14,4 Jahre | 14,2 Jahre |
| 6 % | 12,0 Jahre | 11,9 Jahre |
| 8 % | 9,0 Jahre | 9,0 Jahre |
Die Regel ist eine Näherung und trifft am besten in der Nähe von 8 %. Bei niedrigen Zinssätzen schätzt sie zu vorsichtig, bei sehr hohen zu optimistisch. Für den Alltag reicht sie trotzdem. Willst du es genau, rechnest du oben mit dem Rechner nach. Die exakte Formel dahinter ist die Umkehrung der Zinseszinsformel, also der natürliche Logarithmus von 2 geteilt durch den Logarithmus von 1 plus Zinssatz.
Was aus 10.000 € und 100.000 € wird
Alle Werte mit 6 % pro Jahr und jährlicher Zinsgutschrift, ohne zusätzliche Sparrate. Du kannst sie oben nachrechnen.
| Laufzeit | aus 10.000 € | aus 100.000 € |
|---|---|---|
| 10 Jahre | 17.908 € | 179.085 € |
| 20 Jahre | 32.071 € | 320.714 € |
| 30 Jahre | 57.435 € | 574.349 € |
Und wenn du monatlich sparst?
Interessanter wird es, wenn du regelmäßig einzahlst. Die Tabelle zeigt 200 € pro Monat bei 6 % pro Jahr, ohne Anfangskapital. Die letzte Spalte ist die interessante: der Anteil, den du nicht selbst eingezahlt hast.
| Laufzeit | Eingezahlt | Endkapital | davon Zinseszins |
|---|---|---|---|
| 10 Jahre | 24.000 € | 32.662 € | 27 % |
| 20 Jahre | 48.000 € | 91.155 € | 47 % |
| 30 Jahre | 72.000 € | 195.906 € | 63 % |
| 40 Jahre | 96.000 € | 383.500 € | 75 % |
Nach 40 Jahren stammen drei Viertel des Guthabens aus dem Zinseszins und nur ein Viertel aus deiner eigenen Tasche. Deshalb bringt ein früher Start mehr als eine hohe Rate.
Was zehn Jahre früher anfangen ausmacht
Die gleiche Rate, das gleiche Ziel mit 67, nur ein anderer Start. Die Tabelle zeigt 200 € im Monat bei 6 % pro Jahr. In der letzten Spalte steht der Anteil, den nicht du eingezahlt hast, sondern der Zinseszins.
| Start | Laufzeit | Eingezahlt | Endkapital | davon Zinseszins |
|---|---|---|---|---|
| mit 25 | 42 Jahre | 100.800 € | 436.005 € | 77 % |
| mit 35 | 32 Jahre | 76.800 € | 225.225 € | 66 % |
| mit 45 | 22 Jahre | 52.800 € | 107.526 € | 51 % |
| mit 55 | 12 Jahre | 28.800 € | 41.804 € | 31 % |
Wer mit 25 startet, zahlt 24.000 € mehr ein als jemand, der mit 35 beginnt, und landet am Ende bei fast dem Doppelten. Diese zehn Jahre lassen sich später mit keiner Rate mehr aufholen. Wenn dir eine Zahl aus dieser Seite im Kopf bleiben soll, dann diese.
Was die Inflation davon übrig lässt
Ein Betrag in 30 Jahren kauft nicht mehr das, was er heute kaufen würde. Deshalb gehört neben jede Hochrechnung die Frage, was sie in heutigem Geld wert ist. Die Tabelle rechnet dieselben 200 € im Monat bei 6 % zurück auf heutige Kaufkraft, mit 2 % Inflation pro Jahr. Das ist der Zielwert der Europäischen Zentralbank.
| Laufzeit | auf dem Konto | in heutigem Geld |
|---|---|---|
| 10 Jahre | 32.662 € | 26.794 € |
| 20 Jahre | 91.155 € | 61.344 € |
| 30 Jahre | 195.906 € | 108.154 € |
| 40 Jahre | 383.500 € | 173.684 € |
Aus 383.500 € nach 40 Jahren werden so 173.684 € in heutiger Kaufkraft. Das klingt ernüchternd, ändert aber nichts an der Richtung: Wer gar nicht anlegt, verliert die 2 % jedes Jahr vollständig. Der Rechner oben blendet diesen Realwert direkt mit ein. Wie stark die Inflation allein wirkt, zeigt der Inflationsrechner.
Zinseszins bei ETFs und Aktien
Streng genommen gibt es bei Aktien keine Zinsen. Was dort wirkt, ist trotzdem derselbe Mechanismus: Ein thesaurierender ETF legt die Dividenden der enthaltenen Unternehmen automatisch wieder an, und ab dann arbeiten sie mit. Dazu kommt, dass Unternehmen ihre Gewinne selbst reinvestieren. Beides zusammen ergibt die Verzinsung, mit der dieser Rechner arbeitet.
Ein Unterschied bleibt aber, und er ist wichtig. Ein Zinssatz auf dem Festgeld steht im Vertrag, eine Aktienrendite steht nirgends. Sie schwankt, kann jahrelang negativ sein und holt das erst später wieder auf. Deshalb ist die Voreinstellung von 6 % bewusst vorsichtig gewählt und deshalb passt der Zinseszins zu langen Zeiträumen, nicht zu Geld, das du in drei Jahren brauchst. Was Fondskosten und Steuern davon abziehen, rechnet dir der ETF-Sparplan-Rechner aus.
Warum der Zinseszins für Frauen besonders zählt
Zeit ist der Rohstoff, aus dem der Zinseszins gemacht ist. Bei Frauen wird sie öfter unterbrochen, und das schlägt bis zur Rente durch.
Pausen kosten doppelt
Wer wegen Teilzeit oder Elternzeit ein paar Jahre weniger einzahlt, verliert mehr als diese Beiträge. Es fehlen auch die Zinsen, die daraus bis zur Rente noch geworden wären. Deshalb fällt die Lücke am Ende größer aus, als sie sich vorher anfühlt.
Der Start wiegt schwerer als die Rate
Wer mit 25 monatlich 200 € anlegt, hat mit 67 rund 436.005 €. Wer mit 35 anfängt, kommt auf 225.225 €. Die zehn Jahre kosten mehr, als jede Erhöhung der Rate später wieder hereinholt.
Kleine Beträge reichen aus
Aus 200 € im Monat werden bei 6 % über 30 Jahre rund 195.906 €. Eingezahlt hast du davon nur 72.000 €. Wichtiger als die Höhe ist, wie lange du dabeibleibst.
Wie groß deine persönliche Lücke ist, zeigt dir der Rentenlücken-Rechner.
Häufige Fragen zum Zinseszins
Mehr kostenlose Rechner
Alle Rechner sind kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.
Deine Zahl steht. Jetzt machen wir sie echt.
- Endlich den kompletten Durchblick und einen klaren Plan für deine Finanzen
- Du erhältst deine persönliche Investmentstrategie von den Investforwomen Expertinnen
- 100 % kostenfrei und unverbindlich

