
Rentenlücke berechnen
Reicht deine Rente für das Leben, das du dir wünschst? Die gesetzliche Rente liegt meist deutlich unter dem letzten Einkommen. Wie groß deine Lücke wirklich ist, rechnest du hier in wenigen Sekunden aus.
Wie groß ist deine Rentenlücke?
Stell deine Eckdaten ein und sieh, wie viel dir im Alter Monat für Monat zum gewünschten Lebensstandard fehlt. Und was du heute tun kannst, um das zu ändern.
Bitte brutto eintragen, nicht netto. Also dein Monatsgehalt vor Steuern und Sozialabgaben, so wie es im Arbeitsvertrag steht.
Brutto, geschätzt aus 38 Entgeltpunkten für 47 Beitragsjahre. Nach Kranken- und Pflegeversicherung bleiben 1.416 €. Deine genaue Zahl steht in der Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung.
Tipp: Du kannst jeden Wert auch direkt ins Feld eintippen, auch mit Komma und mit 0.
Deine Rentenlücke heute
1.184 € / Monat
Bei Renteneintritt (2,5 % Inflation/Jahr)
2.810 €
monatliche Lücke zum Wunsch-Ruhestand
Jahre bis zur Rente
35
Nötige Sparrate
473 €
Mit dieser Sparrate schließt du deine Lücke
473 € / Monat
Lass uns gemeinsam den Weg dorthin planen.
So berechnest du deine Rentenlücke
Vier Angaben, mehr braucht es nicht. Du musst nichts nachschlagen und deinen Rentenbescheid nicht heraussuchen.
Dein Alter
Daraus ergibt sich, wie viele Jahre dir bis zur Rente bleiben, und dein Geburtsjahrgang. Der bestimmt deine Regelaltersgrenze, ab Jahrgang 1964 liegt sie bei 67.
Renteneintritt
Wann du aufhören möchtest zu arbeiten. Jeder Monat vor deiner Regelaltersgrenze kostet 0,3 % Rente, jeder Monat danach bringt 0,5 % mehr. Früher als mit 63 geht es hier nicht.
Dein Bruttoeinkommen
Dein heutiges Monatsbrutto. Daraus ergeben sich deine Entgeltpunkte. Über der Beitragsbemessungsgrenze von 8.450 € im Monat bringt mehr Gehalt keine zusätzlichen Punkte.
Wunsch-Versorgung
Wie viel deines heutigen Bruttoeinkommens du im Alter monatlich zur Verfügung haben möchtest. Üblich sind 80 %. Die Differenz zur geschätzten Rente ist deine Lücke.
So wird die Rentenlücke berechnet
Vier Schritte, die du auch von Hand nachvollziehen kannst. Wir legen jede Annahme offen.
Rentenlücke = Wunschversorgung − gesetzliche Rente
Ein Beispiel: Du verdienst heute 3.500 € brutto im Monat und möchtest im Alter 80 % davon zur Verfügung haben, also 2.800 €. Die geschätzte gesetzliche Rente liegt bei 1.616 € brutto. Deine Lücke beträgt damit 1.184 € im Monat, in heutigem Geld gerechnet.
Schritt 1: die gesetzliche Rente über Entgeltpunkte schätzen
Der Rechner geht denselben Weg wie die Rentenkasse. Teile dein Bruttojahresgehalt durch das Durchschnittsentgelt aller Versicherten, 2026 sind das 51.944 €. Bei 3.500 € im Monat also 42.000 € geteilt durch 51.944 €, macht 0,81 Entgeltpunkte für dieses Jahr. Diese Punkte sammelst du über deine Beitragsjahre an, hier vom 20. Lebensjahr bis zum Renteneintritt. Bei Rentenbeginn mit 67 sind das 47 Jahre und damit 38,0 Punkte. Multipliziert mit dem aktuellen Rentenwert von 42,52 € ergibt das 1.616 € Bruttorente im Monat. Nach Kranken- und Pflegeversicherung bleiben davon 1.416 €.
Was das Rentenniveau von 48 % wirklich bedeutet
Die 48 % geistern durch jeden Artikel zur Rente und werden fast immer falsch gelesen. Sie sind das Sicherungsniveau vor Steuern und beschreiben ein Verhältnis zwischen zwei Durchschnitten: die Standardrente nach 45 Beitragsjahren mit genau durchschnittlichem Verdienst, gemessen am Durchschnittsentgelt aller Versicherten. Es ist keine Quote auf dein persönliches Einkommen. Wer über dem Durchschnitt verdient, landet deutlich darunter, wer darunter liegt, darüber. Deshalb rechnet dieser Rechner seit August 2026 über deine eigenen Entgeltpunkte statt über eine pauschale Prozentzahl.
Warum wir brutto gegen brutto vergleichen
Entgeltpunkte entstehen aus dem Bruttoentgelt, deshalb fragt der Rechner Brutto ab. Damit die Rechnung sauber bleibt, steht auf beiden Seiten dasselbe: deine Wunschversorgung als Prozentsatz des heutigen Bruttoeinkommens gegen die gesetzliche Bruttorente. So macht es auch die klassische Versorgungslückenrechnung in der Beratung. Was am Ende netto ankommt, hängt an deinem Steuersatz im Ruhestand und lässt sich heute nicht seriös vorhersagen. Die Nettorente nach Kranken- und Pflegeversicherung weisen wir im Rechner trotzdem aus, damit du die Größenordnung siehst.
Schritt 2: deine Wunschversorgung
Die gängige Faustregel sind 80 % des heutigen Bruttoeinkommens. Der Gedanke dahinter: Berufsbedingte Kosten wie Pendeln fallen weg, dafür steigen Ausgaben für Gesundheit. Ob 80 % für dich passen, hängt daran, ob du zur Miete wohnst und was du dir im Ruhestand vornimmst. Im Rechner stellst du zwischen 50 und 100 % frei ein. Jede Erhöhung um 10 Prozentpunkte kostet bei 3.500 € brutto rund 160 € zusätzliche Sparrate im Monat.
Schritt 3: die Lücke auf den Rentenbeginn hochrechnen
1.184 € klingen heute überschaubar. In 32 Jahren kaufen 1.184 € aber deutlich weniger. Deshalb rechnet der Rechner die Lücke mit 2,5 % Inflation pro Jahr auf deinen Renteneintritt hoch. Aus 1.184 € werden so 2.610 € im Monat. Wer diesen Schritt auslässt, plant seine Vorsorge um mehr als die Hälfte zu klein. Wie stark die Teuerung wirkt, siehst du im Inflationsrechner.
Schritt 4: Kapitalbedarf und nötige Sparrate
Aus der monatlichen Lücke wird ein Kapitalbedarf: 2.610 € mal zwölf Monate mal 20 Ruhestandsjahre ergeben rund 626.300 €. Diesen Betrag rechnet der Rechner in eine monatliche Sparrate um, mit angenommenen 6 % Rendite pro Jahr und monatlicher Verzinsung. Bei 32 Jahren Vorlauf sind das rund 541 € im Monat. Die 20 Ruhestandsjahre sind eine vorsichtige Annahme, das Kapital wird dabei aufgebraucht und nicht weiter verzinst. Die Rendite ist nicht garantiert, Kurse können fallen.
Was ein früherer Rentenbeginn kostet
Früher aufhören wirkt an drei Stellen. Du sammelst weniger Beitragsjahre, jeder Monat vor der Regelaltersgrenze senkt zusätzlich den Zugangsfaktor um 0,3 %, und dir bleibt weniger Zeit zum Ansparen. Die Tabelle rechnet mit 3.500 € brutto, Alter 35 und 80 % Wunsch-Versorgung, also Jahrgang 1991 mit Regelaltersgrenze 67.
| Rente mit | Beitragsjahre | Zugangsfaktor | Rente brutto | Lücke heute | Sparrate |
|---|---|---|---|---|---|
| 63 Jahren | 43 | 0,856 | 1.265 € | 1.535 € | 846 € |
| 65 Jahren | 45 | 0,928 | 1.436 € | 1.364 € | 684 € |
| 67 Jahren | 47 | 1,000 | 1.616 € | 1.184 € | 541 € |
| 70 Jahren | 50 | 1,180 | 2.028 € | 772 € | 308 € |
Vier Jahre früher aufhören kostet 351 € Bruttorente im Monat und hebt die nötige Sparrate von 541 € auf 846 €. Der Abschlag von 14,4 % bleibt lebenslang, er endet nicht mit dem Erreichen der Regelaltersgrenze.
Was der Rechner bewusst nicht kann
Er unterstellt, dass du ab 20 durchgehend zum heutigen Gehalt arbeitest. Jahre in Teilzeit oder ohne Beiträge senken deine Punkte, Kindererziehungszeiten heben sie wieder an. Bestehende Verträge und betriebliche Vorsorge kennt er nicht, Steuern auf die spätere Rente ebenso wenig. Das Ergebnis ist deshalb eine Größenordnung, keine Zusage. Für eine belastbare Zahl brauchst du deine Renteninformation und einen Blick auf alles, was du bereits hast.
Rechengrundlagen: aktueller Rentenwert 42,52 € seit 1. Juli 2026, vorläufiges Durchschnittsentgelt 2026 von 51.944 €, Beitragsbemessungsgrenze 101.400 € im Jahr, Zugangsfaktor nach § 77 Abs. 2 SGB VI, Regelaltersgrenze nach § 235 Abs. 2 SGB VI, Kranken- und Pflegeversicherung der Rentnerinnen mit 8,75 % und 3,6 %. Beitragsjahre ab dem 20. Lebensjahr, 2,5 % Inflation, 6 % angenommene Rendite bei monatlicher Verzinsung, 20 Ruhestandsjahre. Quellen: Deutsche Rentenversicherung und Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2026, Stand August 2026. Keine Rechts- oder Steuerberatung, deine verbindliche Rentenhöhe steht in deinem Bescheid. Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft, eine Rendite ist nicht garantiert.
Wie groß die Lücke bei welchem Gehalt ist
Alle Werte mit Alter 35, Rentenbeginn 67 und 80 % Wunsch-Versorgung. Du kannst sie oben nachrechnen.
| Brutto heute | Punkte pro Jahr | Rente brutto | Wunsch | Lücke heute | Sparrate |
|---|---|---|---|---|---|
| 2.500 € | 0,58 | 1.154 € | 2.000 € | 846 € | 386 € |
| 3.000 € | 0,69 | 1.385 € | 2.400 € | 1.015 € | 464 € |
| 3.500 € | 0,81 | 1.616 € | 2.800 € | 1.184 € | 541 € |
| 4.000 € | 0,92 | 1.847 € | 3.200 € | 1.353 € | 618 € |
| 5.000 € | 1,16 | 2.308 € | 4.000 € | 1.692 € | 773 € |
| 6.000 € | 1,39 | 2.770 € | 4.800 € | 2.030 € | 927 € |
Die gesetzliche Rente deckt in allen Zeilen 58 % der Wunschversorgung. Wer mehr verdient, hat also nicht automatisch ein kleineres Problem, die Lücke wächst einfach mit. In Euro trifft sie Gutverdienerinnen sogar härter. Erst oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze von 8.450 € im Monat ändert sich das Verhältnis, weil dort keine weiteren Punkte mehr entstehen.
Was der Startzeitpunkt kostet
Hier bleiben Gehalt und Wunsch gleich, nur das Alter beim Start ändert sich. Gerechnet mit 3.500 € brutto und Rentenbeginn mit 67. Rente und Lücke von heute sind in allen Zeilen identisch, weil die Beitragsjahre am Rentenbeginn hängen und nicht am heutigen Alter.
| Start mit | Vorlauf | Lücke mit 67 | Kapitalbedarf | Sparrate |
|---|---|---|---|---|
| 25 Jahren | 42 Jahre | 3.340 € | 801.706 € | 353 € |
| 30 Jahren | 37 Jahre | 2.952 € | 708.591 € | 434 € |
| 35 Jahren | 32 Jahre | 2.610 € | 626.291 € | 541 € |
| 40 Jahren | 27 Jahre | 2.306 € | 553.550 € | 686 € |
| 45 Jahren | 22 Jahre | 2.039 € | 489.258 € | 896 € |
| 50 Jahren | 17 Jahre | 1.802 € | 432.432 € | 1.224 € |
Zwischen Start mit 25 und Start mit 50 liegen 871 € Unterschied pro Monat, obwohl es in beiden Fällen dieselbe Lücke ist. Der Kapitalbedarf sinkt bei spätem Start sogar, weil die Inflation weniger Zeit hat. Trotzdem wird die Rate mehr als dreimal so hoch.
Auch mit 55 lohnt sich der Anfang noch
Wenn dir bis zur Rente noch zwölf Jahre bleiben, sagt der Rechner eine nötige Sparrate von 1.819 € im Monat. Für die meisten ist das keine echte Option. Das heißt aber nicht, dass sich nichts mehr lohnt. Ein Teil der Lücke ist besser als keiner, und neben dem Sparen wirkt der Rentenbeginn selbst.
| Weg | Wirkung | Woraus |
|---|---|---|
| 350 € im Monat sparen | 306 € mehr im Monat | 19 % der Lücke, aus 73.553 € Kapital |
| Bis 68 statt 67 arbeiten | 1.476 € statt 1.819 € | nötige Sparrate für die ganze Lücke |
| Bis 70 statt 67 arbeiten | 922 € statt 1.819 € | Rente steigt auf 2.028 € brutto |
Drei Jahre länger arbeiten halbiert die nötige Rate fast, weil du Beitragsjahre sammelst und der Zugangsfaktor auf 1,18 steigt. Dazu kommen Wege ohne eigenes Sparen: freiwillige Beiträge zur Rentenkasse oder eine Teilrente neben reduzierter Arbeit. Der Rechner oben zeigt dir diese Rechnung automatisch, sobald die nötige Rate über einem Fünftel deines Bruttoeinkommens liegt.
Was deine Wunsch-Versorgung ausmacht
Gerechnet mit 3.500 € brutto, Alter 35 und Rentenbeginn 67. Die Spalte „Deckung“ zeigt, welchen Anteil deiner Wunschversorgung die gesetzliche Rente trägt.
| Wunsch-Versorgung | Wunschrente | Lücke heute | Deckung | Sparrate |
|---|---|---|---|---|
| 60 % | 2.100 € | 484 € | 77 % | 221 € |
| 70 % | 2.450 € | 834 € | 66 % | 381 € |
| 80 % | 2.800 € | 1.184 € | 58 % | 541 € |
| 90 % | 3.150 € | 1.534 € | 51 % | 701 € |
| 100 % | 3.500 € | 1.884 € | 46 % | 861 € |
Die Rentenlücke ist weiblich
Die Rentenformel rechnet mit den Jahren, die man ihr mitgibt. Bei Frauen fehlen davon im Schnitt einige, und das zeigt sich am Ende auf dem Kontoauszug.
24,2 %
weniger Alterseinkünfte haben Frauen ab 65 im Schnitt als Männer (Gender Pension Gap).
1.820 €
brutto im Monat stehen Frauen ab 65 im Schnitt zur Verfügung, Männern rund 2.400 €.
21,3 %
der Frauen ab 65 gelten als armutsgefährdet, bei den Männern sind es 17,3 %.
Quelle: Statistisches Bundesamt, EU-SILC 2025 mit Einkommensbezugsjahr 2024, veröffentlicht am 9. April 2026. Der Gender Pension Gap misst alle Alterssicherungseinkünfte, also auch Betriebsrenten und Hinterbliebenenbezüge. Ohne Hinterbliebenenrenten liegt er bei 36,0 %.
Teilzeit und Elternzeit
Jedes Jahr mit reduzierter Stundenzahl bringt entsprechend weniger Entgeltpunkte. Care-Arbeit taucht in der Rentenformel kaum auf, obwohl sie dieselbe Leistung ist. Hier entsteht der Großteil der Lücke bei Frauen.
Ein längeres Leben
Frauen leben im Schnitt länger. Die ohnehin kleinere Rente muss also über mehr Jahre reichen. Was pro Monat fehlt, summiert sich über einen langen Ruhestand zu einem großen Betrag.
Auch spät lohnt sich der Anfang
Mit 55 und 350 € im Monat kommen bis 67 rund 73.553 € zusammen, das sind 306 € mehr pro Monat im Ruhestand. Ein Fünftel der Lücke, das vorher nicht da war. Wer früher anfängt, braucht für dasselbe Ergebnis weniger, zu spät ist es aber nicht.
Wie viel dich eine Teilzeitphase an Rente kostet, rechnet dir der Teilzeit-Rechner aus.
Wie du deine Rentenlücke schließen kannst
Meist ist es eine Mischung, nicht ein einziger Baustein. Welche zu dir passt, hängt an deinem Einkommen und deinem Zeithorizont.
Eigener Vermögensaufbau
Der Hauptweg für die meisten. Ein breit gestreuter Sparplan, der Jahrzehnte Zeit bekommt und automatisch läuft. Bei 3.500 € brutto und Start mit 30 wären dafür rund 434 € im Monat nötig, mit 45 schon 896 €. Dafür trägst du das Kursrisiko selbst.
Über den Arbeitgeber
Bei der betrieblichen Altersvorsorge wandelst du Bruttogehalt um, der Arbeitgeber muss mindestens 15 % dazugeben. Aus deinem Netto kostet das weniger, als am Ende ankommt. Dafür ist die Auszahlung später steuer- und beitragspflichtig.
Mehr gesetzliche Rente
Auch die erste Säule lässt sich ausbauen, etwa über freiwillige Beiträge oder den Ausgleich von Abschlägen bei früherem Rentenbeginn. Das lohnt sich vor allem, wenn du ohnehin kurz vor der Rente stehst.
Welche Summe am Ende dabei herauskommt, rechnest du im Investmentrechner nach. Die Beratung dazu ist bei uns kostenlos, auch langfristig.
Häufige Fragen zur Rentenlücke
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